Geld allein macht nicht glücklich: Was beim Jobwechsel wichtig ist

Geld allein macht nicht glücklich: Was beim Jobwechsel wichtig ist

Jobwünsche 2015: Mehr Sinn, mehr Spaß – oder ganz was Neues

Der Wunsch nach Veränderungen im Job ist bei vielen Deutschen sehr groß. Viele Fach- und Führungskräfte erhoffen sich mehr Erfüllung und Freude an ihrem Arbeitsplatz. Und etliche planen einen großen Schritt.

Auf den ersten Blick verwirren die Zahlen: Obwohl die überwältigende Mehrheit, nämlich 83 Prozent, der Erwerbstätigen angibt, mit ihrem Job zufrieden zu sein, gesteht gleichzeitig mehr als die Hälfte (53 Prozent), dass sie mehr Erfüllung in ihrer beruflichen Tätigkeit sucht. Dies zumindest ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie unter Fach- und Führungskräften, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von XING in den vergangenen Wochen durchgeführt hat.

Für Branchen-Experten ist das vermeintliche Hin und Her der Jobgefühle freilich kein Widerspruch: Recruiting-Fachmann Gero Hesse sieht darin eine “typische Diskrepanz”: “Viele Menschen nehmen ihre berufliche Situation einfach hin, obwohl sie darin nicht das finden, was ihnen wirklich Spaß macht.” Trotz guter Bedingungen für qualifizierte Kräfte auf dem Arbeitsmarkt steht oft das Sicherheitsbedürfnis (und die eigene Trägheit) einem fundamentaleren Schritt im Weg. Dabei sollte sich “jeder ehrlich hinterfragen: Passt mein Job zu mir und meiner Lebenssituation oder bin ich nur zu bequem für eine Veränderung?”, so Hesse weiter.

Immerhin: Die Zahl derer, die diese Frage für sich bereits in Richtung Neustart beantwortet haben, ist größer als vermutet: Laut Forsa-Umfrage sind viele Erwerbstätige latent auf Jobsuche. Jeder Dritte ist offen für einen beruflichen Wechsel, beziehungsweise plant ihn sogar konkret. Bei den Jüngeren und Geringerverdienenden sind sogar vier von zehn Befragten auf dem Absprung.

Apropos Verdienst:  Einig sind sich alle Befragten darin, dass Geld allein nicht glücklich macht – auch für Erwerbstätige mit geringerem Einkommen ist das Gehalt nicht das ausschlaggebende Kriterium bei der Jobsuche. Stattdessen steht für die überwältigende Mehrheit (98 Prozent) eine positive Arbeitsatmosphäre an erster Stelle. Interessant – und immer noch oft unterschätzt – ist die Tatsache, dass für viele Beschäftigte (93 Prozent) das Verhalten des Vorgesetzten ein zentraler Punkt bei der Beurteilung ihrer Jobzufriedenheit ist.

Und schließlich bestätigen die aktuelle Forsa-Zahlen einen schon seit einiger Zeit zu beobachtenden Trend: Für immer mehr Deutsche spielt die Balance zwischen Beruf und Privatleben eine wichtige Rolle: 84 Prozent der Befragten gaben an, 2015 mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu wollen, für nahezu ebenso viele (81 Prozent) ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine unabdingbare Voraussetzung für ihr Glück am Arbeitsplatz.

Damit hat dieser Wunsch die klassischen Vorsätze wie “Mehr Sport treiben” oder “Gesünder essen” (s. Infografik unten) mittlerweile recht deutlich überholt.

Infografik Arbeiten und leben in Deutschland

Quelle: https://spielraum.xing.com/2015/01/jobwuensche-2015-mehr-sinn-mehr-spass-oder-ganz-was-neues/?pid=b7237_wnl

 

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